Vitaminpräparate krebsauslösend?
Können Vitamin-Präparate negative Folgen haben? Beta-Carotin-Zusätze können das Lungenkrebs-Risiko erhöhen, Multivitamin-Produkte das Risiko für Prostata-Krebs.

Multivitaminpräparate sind meist unnötig. Eine ausgewogene Ernährung, die reichhaltig an Ost und Gemüse ist, enthält genug Vitamin A, Beta-Carotin sowie B-Vitamine um seine Gesundheit zu schützen.

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Jahr der Entdeckung Vitamin Isolation aus
1909 Vitamin A (Retinol) Fischleberöl
1912 Vitamin B1 (Thiamin) Reiskleie
1912 Vitamin C (Ascorbinsäure) Zitrone
1918 Vitamin D (Calciferol) Fischleberöl
1920 Vitamin B2 (Riboflavin) Eier
1922 Vitamin E (Tocopherol) Weizenkeimöl
1926 Vitamin B12 (Cobalamin) Leber
1929 Vitamin K (Phyllochinon) Luzerne
1931 Vitamin B5 (Pantothensäure) Leber
1931 Vitamin B7 (Biotin) Leber
1934 Vitamin B6 (Pyridoxin) Reiskleie
1936 Vitamin B3 (Niacin) Leber
1941 Vitamin B9 (Folsäure) Leber

 

 

Vitamine (Übersicht)

Name Abk. Tagesbedarf eines Erwachsenen nach der DGE Wirkungen Vorkommen
Fettlösliche Vitamine
Retinol A 0,8–1 mg Beeinflussung der Sehkraft, Beeinflussung des Zellwachstums, Erneuerung der Haut Leber, Milchfette, Fisch, als Provitamin in vielen Pflanzen
Calciferol D 5 µg Förderung der Calciumaufnahme Wird vom Körper bei UV-Einfluss hergestellt; Fischprodukte; in geringerer Menge in Milch
Tocopherole E 10–15 mg dient der Zellerneuerung, hemmt entzündliche Prozesse, stärkt das Immunsystem, wirken als Radikalenfänger Pflanzliche Öle, Blattgemüse, Vollkornprodukte
Phyllochinon K1 0,001–2,0 mg Erforderlich für die Bildung der Blutgerinnungsfaktoren 2, 7, 9 und 10 sowie deren Gegenspielern Protein S und C. Auch im Knochen wird es für die Synthese von Osteocalcin benötigt. Vitamin K ist in all diesen Fällen für die posttranslationale Bildung von Gamma-Carboxylgruppen bestimmter Glutamatreste in diesen Proteinen erforderlich. Dadurch ist eine stabile Komplexbildung mit Calciumionen möglich. Eier, Leber, Grünkohl
Menachinon

Farnochinon

K2
Wasserlösliche Vitamine
Thiamin B1 1,3–1,8 mg beeinflusst den Kohlenhydratstoffwechsel, wichtig für die Schilddrüsenfunktion, wichtig für die Nerven Schweinefleisch, Erbsen, Haferflocken
Riboflavin B2 1,8–2,0 mg Verwertung von Fetten, Eiweiß und Kohlenhydraten, gut für Haut und Nägel Schweinefleisch, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte
Niacin auch Nicotinsäureamid, Nicotinsäure B3, PP 15–20 mg gegen Migräne, fördert die Merkfähigkeit und Konzentration mageres Fleisch, Fisch, Hefe
Pantothensäure B5 8–10 mg fördert die Wundheilung, verbessert die Abwehrreaktion Leber, Weizenkeime, Gemüse
Pyridoxin B6 1,6–2,1 mg schützt vor Nervenschädigung, wirkt mit beim Eiweißstoffwechsel Leber, Kiwis, Kartoffeln
Biotin B7 0,25 mg schützt vor Hautentzündungen, gut für Haut, Haare und Nägel Leber, Blumenkohl, durch Darmbakterien
Folsäure auch Pteroylglutaminsäure B9 0,16–0,40 mg verhindert Missbildungen bei Neugeborenen, gut für die Haut Leber, Weizenkeime, Kürbis
Cobalamin B12 3 µg bildet und regeneriert rote Blutkörperchen, appetitfördernd, wichtig für die Nervenfunktion Leber, Fisch, Milch, Lupinen, Algen (*)
Ascorbinsäure C 100 mg Schutz vor Infektionen, wirkt als Radikalenfänger, stärkt das Bindegewebe Hagebutten, Acerola-Kirsche, Zitrusfrüchte, Sanddorn, Kiwis, Paprika

(*) In pflanzlicher (auch fermentierter) Nahrung ist zum Teil für Menschen unverwertbares B12-Analoga vorhanden. Für Vegetarier und Veganer ist daher eine vielseitige vegetarische oder vegane Ernährung wichtig.
(Quelle: Wikipedia)

 

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